
Es gab in vielen Ländern Europas zottige Wasserhunde, bei denen gewisse Schuren zur Tradition geworden sind. Aus diesen Wasserhunden entwickelte sich im Laufe der Zeit der Pudel, so wie wir ihn heute kennen.

Von der Vorstellung ausgehend, dass der Pudel die meisten seiner modernen Merkmale in Frankreich gewonnen hat, sieht die FCI dieses Land als Ursprungsland an.
Seine hohe Intelligenz und sein Charme machten ihn zum Liebling von Schaustellern und zum Artisten in Zirkussen. An den europäischen Königshöfen, insbesondere in Frankreich, erklomm der Pudel die Stufen zum verwöhnten Schoßhund.
Heute ist der Pudel in all seinen Größen ein sehr beliebter Familienhund.
Der Maler Albrecht Dürer, der Philosoph Arthur Schopenhauer, die Dichter Eduard Mörike, Heinrich Heine und - nicht zu vergessen - Johann Wolfgang von Goethe, sie alle erlagen dem Charme des Pudels und setzten ihm in ihren Werken ein Denkmal.
Auf Abbildungen aus dem antiken Griechenland sind bereits pudelartige Hunde, in löwenartiger Aufmachung, zu sehen.
Später, im 12. und 13. Jahrhundert, tauchen Pudel auch auf Darstellungen auf Sizilien und in Frankreich, im 14. und 15. Jahrhundert in Mittel- und Westeuropa sowie im 16. Jahrhundert auch in England auf.
Im Barock und im Rokoko waren Pudel beliebte und häufig gehaltene Begleiter, vor allem "bei Hofe" und in Adelskreisen. Im 18. Jahrhundert zogen sie als Begleiter der Soldaten mit in den Krieg, spürten Verwundete auf und besorgten Meldegänge. So war der Pudel in der Zeit vom 16. - 18. Jahrhundert in ganz Europa zu finden, in Russland ebenso wie in Deutschland. In England wurde der gröbere, lockigere Typ als Helfer der Fischer und von den Jägern als Jagdgefährte auf Wassergeflügel gehalten.
In einer sehr plausiblen Theorie erscheint Spanien als Ursprungsland der Pudel, da sie ihn noch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts "perro de agua" nannten.
spanischer Wasserhund